In meinem Kopf schwirren viele Gedanken und ich gewähre euch einen kleinen Einblick.
Am Freitagabend habe ich nichtsahnend mal wieder einmal durch die Landschaft des deutschen Fernsehens gezappt und blieb irgendwann bei "Plasberg persönlich" hängen. Zum Teil, weil nichts anderes kam, zum Teil weil ich einige Gäste kannte, zum Teil weil ich die Gesprächsrunden mit Plasberg doch als gut in Erinnerung hatte.
Hätte ich gewusst, dass ich danach kaum mehr klare Gedanken fassen kann, hätte ich es wohl lieber gelassen. Aber so ist das eben mit der Zukunft: wir wissen, nicht, was noch alles auf uns zukommt, und das ist meistens auch ganz gut so.
In dieser Gesprächsrunde ging es um Beziehungen (meine ich zumindest). Einige Schauspieler oder sehr bekannte Persönlichkeiten waren dort und auch eine Frau. Ich konnte mit dem Namen nichts anfangen, allerdings sollte ich diesen Namen und diese Geschichte so schnell nicht mehr vergessen. Es geht um Barbara Pachl- Eberhart, eine Frau Ende dreißig, Österreicherin. Und als sie begann, ihre Geschichte bruchstückhaft zu erzählen, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Im März 2008 verunglückten ihr Mann und ihre zwei Kinder (6 und fast 2) tödlich bei einem Verkehrsunfall (ein Zusammenstoß mit einem Zug). Daraufhin schrieb sie ein Buch ("Vier minus drei"), weswegen sie auch hauptsächlich dort eingeladen war nehme ich an.
Ich habe keinerlei Beziehung zu dieser Frau, kenne diese Gegend in Österreich nicht, und habe auch noch nie selbst etwas derartiges erlebt, und dennoch: es lässt mich gedanklich nicht mehr los.
Warum weiß ich nicht. Es ist so. Ich denke darüber nach (viel zu oft leider), wie es sich anfühlen muss, so wichtige Menschen von einer Sekunde auf die nächste zu verlieren.
Ich glaube an Gott, auch dass er die Menschen in solchen Lebenslagen begleitet, und doch frage ich mich, warum er das zugelassen hat. Ich glaube fest daran, dass er die Macht gehabt hätte, diesen Unfall zu verhindern. Und ich frage mich, warum er es nicht tat. Warum eine Frau, wenngleich sie mittlerweile wieder glücklich ist und ihren Weg gefunden hat, so leiden musste und wahrscheinlich immer noch leidet.
Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, aber ich möchte diese Geschichte gerne lesen, wissen, wo genau sie diese wahnsinnige Kraft her nimmt, einen solchen großen Verlust zu überwinden.
Ich bewundere solche Menschen zutiefst.
Vielleicht schreibe ich dieser Frau irgendwann einmal. Vielleicht lege ich auch irgendwann einfach diese Geschichte ab wie andere Geschichten. Aber ich merke: es hat mich verändert. Mein Denken, meine Wahrnehmung sind jetzt schon anders geworden: ich lebe bewusster, nehme meinen Mann und meine Tochter anders war, als noch zuvor.
P.S. Keine Sorge, mir geht es gut, keine Depressionen oder so :) Es hat mich nur einfach berührt im Herzen.

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